Mit Vorderladerpistolen auf Truthahnjagd 2008

Die Dilsberger Sportschützen hatten zur Truthahnjagd ins Schützenheim im Bannholzwald eingeladen. Wer Treffsicherheit bewies, wurde mit einem Gutschein über einen 4 Kilogramm schweren Truthahn belohnt und konnte der nächsten privaten Feier gelassen entgegensehen. Interessante Informationen rund um die Vorderladerpistole folgte eine prägnante Einführung in den korrekten Umgang mit der Waffe und danach hieß es: Stellung einnehmen, Ziel anvisieren, Abzug durchziehen und treffen.

Beim Betreten der schalldichten Schießhalle lag der Geruch nach Schwarzpulver in der Luft. Thomas Kober, zweiter Schießleiter, vermittelte in humorvoller Art viele wissenswerte Details über Waffe, Ladung und deren Handhabung. Der Vorderlader wird mit Schwarzpulver (halbe Ladung), Bleikugel sowie Patch – ein Schusspflaster zur Abdichtung – durch die Mündung geladen. Das hintere Ende ist fest verschlossen und besitzt nur ein kleines Zündloch, durch das ein mittels Zündhütchen erzeugter Funke die Treibladung zündet. Dieser Ladevorgang nimmt eine geraume Zeit in Anspruch.

Der Schießleiter gestattete jedem Schützen zunächst einen Trockenschuss, das heißt ohne Ladung, um ein Gespür für die Waffe zu bekommen. Dann wurde es ernst: Ohrenschützer anlegen, richtige Standposition einnehmen, Waffe hochnehmen, Hahn spannen, Abzug nach vorne ziehen und Zündhütchen auf das Piston setzen, mit Kimme und Korn genau unter die Scheibe zielen und abdrücken. Einem lauten Knall folgte bei richtigem Zielwasser begeisterter Jubel und sofern die Klappscheibe gefallen war, ein begehrter Truthahn-Gutschein.

Auf vergnügliche Art und Weise erhielt man einen Einblick in die Vielfalt des Schießsports. Das Mitmachen lohnte sich und war für alle Teilnehmer eine spannende und interessante Angelegenheit. Das war selbst bis nach Los Angeles durchgedrungen, von woher der am weitesten angereiste Teilnehmer kam. Reinhold Bauer, der als Gastspieler vier Wochen beim Musikverein Trachtenkapelle Dilsberg verbringt, ließ sich dieses Spektakel nicht entgehen und unternahm mit seinen Gastgebern einen Abstecher zu den Schützen. Auch wenn er keinen Truthahn gewann, eine Riesengaudi war es allemal.

Sandra Rupp 28. September 2008 Truthahnschießen Keine Kommentare Kommentare RSS

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