Truthahnschießen 2006

Mit Vorderlader
erfolgreich auf Truthahn-Jagd

Truthahnschießen der Dilsberger Sportschützen begeisterte die Teilnehmer

Die Plakate der Dilsberger Sportschützen, welche zum 1. Truthahnschießen einluden, lösten bei manchen eine gewisse Verwirrung aus. Was hatten die Schützen da ausgeheckt? Am Sonntag lüftete sich das Geheimnis, es wurde keineswegs auf lebende Tiere geschossen, sondern mit Vorderladerpistolen auf Klappfallscheiben und für jeden Treffer erhielt der erfolgreiche Schütze einen Gutschein über ein 4 Kilogramm schweren Truthahn. Das Mitmachen lohnte sich also und war für alle Teilnehmer eine spannende und interessante Angelegenheit.

Schießleiter Jürgen Luttenberger richtete, unterstützt vom 2. Schießleiter Thomas Kober, im schalldichten Schießstand alle Utensilien für den Gebrauch des Vorderladers und erklärte fachkundig den korrekten Umgang mit der Perkussionspistole, deren Zündung durch einen Schlag ausgelöst wird.

Die Ladung der einsatzbereiten Waffe nimmt eine geraume Zeit in Anspruch und darf nur von Personen die einen Schwarzpulverschein besitzen durchgeführt werden. Der gezogene Lauf wurde mit halber Ladung Schwarzpulver, das entspricht 0,6 Gramm, einem Trenn- oder Dämmmittel, einem Schusspflaster zur Abdichtung, welches mit Glysantin befeuchtet wurde und einer 8,9 Millimeter Bleikugel geladen. Das hintere Ende des Laufes ist fest verschlossen und verfügt über ein relativ kleines Zündloch, durch das ein mittels Zündhütchen erzeugter Funken die Treibladung zündet.

Die Pistole war mit einem Stecher ausgerüstet, welcher extrem empfindlich reagiert und bei der Schussabgabe das Verreißen der Waffe durch zu schnelles, ruckartiges oder kräftiges Abziehen, bedingt durch zu schwergängige Abzüge, verhindert. Durch den Stecher reduziert sich der Kraftaufwand beim Abzug von 3 Kilogramm auf 50 Gramm. Die zu treffende Klappscheibe hatte einen Durchmesser wie ein 9-er Ring.

Nach den notwendigen Instruktionen hieß es, Ohrenschützer und Schutzbrille aufsetzen, ran ans Gerät, Hahn spannen und Ziel anvisieren. Die V-förmige Kimme und Korn mussten in einer Linie zum Ziel sein, oder wie der Schütze sagt: Kimme, Korn gestrichen. Zielen, Abdrücken und wenn man das notwendige Zielwasser hatte – Treffer! Wer weniger Glück hatte, konnte sich mittels Fernrohr vergewissern wie weit der Schuss daneben ging.

Ein herzlicher Dank galt den vielen fleißigen Helfern, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen hatten. Stellvertretend zu sehen, Schießleiter Jürgen Luttenberger der geduldig jeden über den richtigen Umgang mit der Waffe aufklärte, Ralf Lischer der am PC die statistische Auswertung übernahm und am Ende 25 Schützen und 64 Schuss verzeichnen konnte sowie Günter Schmidt der die Kassengewalt innehatte. Nicht zu vergessen das Küchenteam, das erneut bestens für das leibliche Wohl sorgte.

Für Interessierte bot dieser Tag eine Gelegenheit sich einen Einblick in die Vielfalt des Schießsports zu verschaffen. Am Ende konnte man das Fazit ziehen, dass das 1. Truthahnschießen sowohl von den Teilnehmern als auch vom Veranstalter als gelungen bezeichnet werden durfte. Immerhin sieben Truthahn-Gutscheine konnte der Sportschützenverein an diesem Tag den glücklichen Schützen überreichen.

Sandra Rupp 19. September 2006 Truthahnschießen Keine Kommentare Kommentare RSS

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